BARF bei Lebererkrankungen

BARF bei Lebererkrankungen
Foto: Magdalena Kucova – Fotolia

Wie alle anderen Erkrankungen auch können Lebererkrankungen akut oder chronisch, infektiös oder angeboren sein. Auch Stoffwechselerkrankungen oder Tumore können die Leber betreffen. Im gesunden Zustand ist die Leber der Katze das zentrale Entgiftungsorgan des Körpers. Sie ist für den Abbau und die Entgiftung von Produkten aus dem Stoffwechsel zuständig. Alle von außen eingebrachten Gifte, Medikamente, Schadstoffe werden in der Leber abgebaut. Weiterhin spielt sie eine wichtige Rolle für die Verdauung der Katze. In ihrer Mitte befindet sich die Gallenblase in der Gallensalze und Gallensäuren für den Fett- und Eiweißabbau produziert werden. Über die in der Leber verlaufenden Gallengänge werden diese in den Darmtrakt der Katze eingeführt, wo sie zentrale Verdauungsprozesse in Gang setzen. Weitere Funktionen hat die Leber als ein Speicherorgan. Neben Vitamin A und vielen Mineralstoffen speichert die Leber hauptsächlich Fett in den Leberzellen.

Die Leber der Katze entlasten

Die Leber der Katze hat somit eine zentrale Aufgabe im Eiweiß- und Fettstoffwechsel der Katze. Hieraus lässt sich die richtige BARF Mahlzeit für den Vierbeiner im Krankheitsfall ableiten. Da die Leber Fett nicht nur abbaut sondern auch speichert, muss die BARF Diät in jedem Fall fettreduziert sein. Um Abbauprozessen des Tieres vorzubeugen muss die Nahrung hochwertige Fettsäuren enthalten, die der Körper voll verwerten kann. Hierzu gehören die essentiellen Omega-3-Fettsäuren, die der Katzenstoffwechsel nicht selber synthetisieren kann. Auch das enthaltene Eiweiß muss reduziert werden und durch besonders hochwertige Proteinquellen ersetzt werden. Auf bindegewebsreiche Fleischportionen ohne einen hohen Nährwert sollte unbedingt verzichtet werden.

Keine Innereien bei Lebererkrankungen

Auch Innereien mit ihren hohen Mengen an leberpflichtigen Stoffen und Vitamin A sollten nicht auf dem BARF Speiseplan einer leberkranken Katze stehen. Da auch Kupfer in der Leber gespeichert wird, darf dieses nur in sehr geringen Mengen in der Nahrung enthalten sein. Die Nahrungsergänzung mit Pektin oder Laktulose kann die Bildung von Ammoniak reduzieren, wodurch die Leber geschont wird und sich besser regenerieren kann. Aminosäure-Konzentrate wie Taurin oder L-Carnithin können die Lebertätigkeit unterstützen.

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