Rohfleisch von Wild und Exoten

Rohfleisch von Wild und Exoten
Foto: fanatykk – Fotolia

Für Wild gilt die Faustregel, dass das Frischfleisch vor dem Verzehr für mindestens zwei Wochen bei -18 Grad eingefroren werden sollte, so dass etwaige Parasiten wie beispielsweise Würmer zuverlässig abgetötet sind. Alternativ kann das Fleisch gegart werden. Lediglich bei Kaninchen aus der Zucht entfällt diese Vorsichtsmaßnahme. Klassische Wildsorten zum Barfen der Katze sind Kaninchen, Hase, Rotwild, Wildschwein und Wildgeflügel.

Pure Natur für die Katze

Da das Frischfleisch sprichwörtlich direkt aus der Natur kommt, handelt es sich um eine besonders gesunde Fleischquelle. Das rohe Fleisch ist generell weniger mit Schadstoffen oder anderen Dingen belastet. Aufgrund der sehr ausgewogenen Ernährungsweise der Wildtiere, ist das Verhältnis der Fettsäuren sehr ausgewogen im Verhältnis zu künstlich gemästeten Tieren.

Für Wildschweine gilt das Gleiche wie für Schweinefleisch, so dass je nach Herkunftsland auf eine mögliche Aujezky Kontamination geachtet werden muss. Aufgrund seines sehr intensiven Geschmacks wird das dunkle Fleisch vom Wild sehr gerne von Katzen verspeist, was besonders für sehr schwer futtrige Tiere ausgenutzt werden kann. Auch kranke oder alte Tiere lieben das feine Frischfleisch vom Wild.

Exotisches Wild für allergische Katzen

Für Allergiker kommt neben dem natürlichen Wildfleisch auch jegliches Fleisch von Exoten in Frage. Da die Vierbeiner zumeist noch nie in ihrem Leben mit einer exotischen Fleischsorte in Berührung gekommen sind, wurden gegen diese noch keine Antikörper gebildet. Folglich kann es auch zu keiner allergischen Reaktion kommen. Beliebt zum Barfen bei Katzen ist das Rohfleisch von Känguru, Gnu, Elch oder auch Rentier. Je nach verarbeitetem Fleischstück variiert der Fettanteil und damit auch der Geschmack. Je nach Vorliebe muss der Tierbesitzer testen, was seinem Vierbeiner am besten mundet.

Mehr Geschmack in den Fressnapf

Bei besonderen Feinschmeckern kann durch die Zugabe von feinem Öl der Schmaus noch schmackhafter gemacht werden. Auch das Erwärmen der BARF Mahlzeit führt zu einem intensiveren Geruch und in Folge zu einem besonders reichem Geschmack. Bei Allergikern unter den Katzen ist jedoch darauf zu achten, dass sich die Proteinstruktur des Fleisches durch das Erhitzen verändert. Dies kann zu einer möglichen Unverträglichkeit der Fleischsorte führen. Für sensible Tiere eignet sich neben den Exoten auch das Rohfleisch vom Pferd oder feine Stücke vom Lamm.