Gefährlich oder nicht?

Gefährlich oder nicht
Foto: Galyna Andrushko

Zwiebel, Knoblauch, Bärlauch: Enthalten Schwefelverbindungen (Disulfide), welche eine Zerstörung der roten Blutkörperchen verursachen.
Somit wird der Transport von Sauerstoff im Blut der Katze unterbunden und es kommt zu einer Blutarmut. Schon ca. 5 -10 Gramm/Kg Körpergewicht führen zur Zerstörung der roten Blutkörperchen.

Avocado:

Enthält das Toxin Persin, welches für den Menschen nicht gefährlich ist. Bei der Katze kann es zu Schäden des Herzmuskels führen. Es kann zu Herzversagen und Entzündung anderer Organe kommen.

Weintrauben:

Erhöhen den Calzium-Gehalt im Blut drastisch. In Folge kommt es zu hochgradig erhöhten Nierenwerten. Symptomatisch äußern sich diese in Durchfall, Erbrechen, Magenkrämpfen, Appetitlosigkeit, Lethargie und reduziertem Urinabsatz. Im schlimmsten Fall kommt es zum Nierenversagen.

Nüsse:

Nüsse haben einen sehr hohen Phosphorgehalt, der die Nieren stark belastet weswegen sie als regelmäßiger Bestandteil in der Futterration ungeeignet sind.

Milch:

Grundsätzlich ist Milch nicht giftig, jedoch führt die enthaltene Laktose zu starken Durchfällen, da die Katze sie nicht verwerten und verdauen kann.

Alkohol:

Da die Katze Alkohol nur langsam und unvollständig verstoffwechseln kann, kommt es bereits 30 Minuten nach Aufnahme zu Symptomen einer Vergiftung. Schon sehr geringe Mengen führen zu Erbrechen, Koordinationsstörungen und Atemnot. Schwerere Folgen sind Koma und Tod.

Schokolade:

Schokolade enthält Theobromin, welches giftig für die Katze ist. Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Muskelzittern. Der Gehalt von Theobromin in den verschiedenen Schokoladensorten ist unterschiedlich:

  • 
Weiße Schokolade – 2 mg/g
  • 
Vollmilchschokolade – 2,5 mg/g
  • Zartbitterschokolade – 16 mg/g
  • Kakaopulver – 20 mg/g

Koffein:

Enthält Methylxanthin, welches zur Steigerung des Blutdruckes und einer Senkung der Reizschwelle im Gehirn führt. Die Folgen sind Unruhe, Zittern, Krämpfe und Herzrhytmusstörungen.

Bohnen:

Im rohen Zustand sind sie für Katzen giftig, da sie das Toxin Phasin enthalten, welches im Dünndarm die Protein-Biosynthese hemmt. Es kommt zu Blässe, Erbrechen, Bauchkrämpfen und blutigem Durchfall. Weitere Symptome sind Appetitlosigkeit, Kolik, Fieber, Kollaps, Leber- und Milzschwellung.

Schweinefleisch:

Rohes Schweinefleisch kann unter Umständen das Aujetzky-Virus enthalten, welches in Deutschland als ausgerottet gilt. Das Aujetzky-Virus gehört zur Gruppe der Herpesviren und ist Verursacher der „Pseudotollwut“, welche sich durch starke Störungen im Zentralen Nervensystem auszeichnet.

Steinobst:

Die Kerne des Obstes enthalten Amygdalin und Prunasin. Diese Giftstoffe verursachen eine Blockierung der Zellteilung durch die Abspaltung von Blausäure im Organismus der Katze. Es kommt zu Speicheln, Erbrechen, erhöhter Herzfrequenz und Fieber. Charakteristisch ist ein Blaumandel-Geruch des Atems.

Süßstoff:

Xylit verursacht eine dramatische Senkung des Blutzuckerspiegels, da die Ausschüttung des körpereigenen Insulins beachtlich erhöht wird. Dadurch wird der Blutzucker „verschwendet“. Folgen sind eine allgemeine Schwäche, Koordinationsschwierigkeiten und Krämpfe.